Bofinger Manfred

Berlin, Germany

 

1941 in Berlin geboren, in einer Zeit und in einer Stodt, wo Arbeitsschutz wenig und Luftschutz viel Bedeutung hatte. 1947 kam ich zur Schule, und nichts schützte mich davor, sie zu besuchen. Drum blieb ich (wennschon, dennschon) bis zum Abitur. Meine erste Begegnung mit dem Arbeitsschutz fand dann wahrend der Schriftsetzerlehre statt. Die Belehrungen waren nicht nur wichtig, sondem auch immer langweilig für uns Lehrlinge, fanden wir. Darum schwor ich, spater jedes Vorhaben zu unterstützen, welches das Thema „Arbeitsschutz” weniger langweilig behandelt. Dieses Buch ist eins. Von 1961 bis 1968 war ich Typograph bei der satirischen Zeitschrift. Eulenspiegel” und zeichnete so nebenbei als Schützling der Redaktion. Satire verstoßt nicht gegen den Arbeitsschutz, und sie schützt ebensowenig vor dem Denken. Auch die regelmaßige Mittagspause in der Kneipe „Blaue Pflaume” verstiefl nicht gegen den Arbeitsschutz. Im Gegenteil, dort entstanden die besten Ideen für unsere Arbeit. Wahrend meiner „Eulen-Zeit” schützte ich auch mal die Heimat als LMG-Schütze. Seit 1968 arbeite ich freiberuflích als Karikaturist und Buchillustrator, unteranderem zeichne ich Schutzumschlage. Mein Sohn war in der 1. Klasse Brandschutzbevollmachtigter. Im Winter trage ich Ohrenschützer am Kopf und im Sommereinen Kettenschutz am Fahrrad.

 

8×8 Zum Arbeitsschutz; Verlag Tribune Berlin 1988; Printed in the German Democratic Republic

 


Leave a Reply

16 − thirteen =